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Immobilie verkaufen in Mühlhof - Marktanalyse & Preise 2026

Ganz im Südwesten, wo die Rednitz in weiten Bögen durch die Auen fließt, hat sich Mühlhof seinen dörflichen Kern bewahrt. Einfamilienhäuser der 1960er bis 1990er dominieren, die S-Bahn in Reichelsdorf und die Südwesttangente bringen Pendler schnell in die Stadt. Hier finden Sie aktuelle Marktdaten, Preisniveaus und unsere Einschätzung des Immobilienmarkts in Mühlhof.

Aktuelle Marktdaten Mühlhof

Standard-Wohnlage in Nürnberg - Stand 2026. Werte schwanken je nach Mikrolage und Zustand.

€4.250
Ø Haus / m²
€5.100
Ø Wohnung / m²
€700
Ø Bodenrichtwert
€11,10
Ø Miete / m²

Quadratmeterpreise in Mühlhof - Übersicht 2026

Die folgende Tabelle zeigt die Preisspannen für verschiedene Immobilientypen in Mühlhof, Nürnberg. Die Daten basieren auf aktuellen Marktanalysen und regionalen Vergleichsdaten.

Immobilientyp Min. / m² Ø / m² Max. / m²
Einfamilienhaus €3.200 €4.250 €6.800
Eigentumswohnung €2.900 €5.100 €7.200
Bodenrichtwert €300 €700 €2.400
Kaltmiete / m² €9,20 €11,10 €16,50

Trend 2026: ↑ steigend · Quelle: Regionale Marktanalyse myhome · Stand: Q1 2026

Der Immobilienmarkt in Mühlhof entwickelt sich dynamisch. Lassen Sie sich jetzt unverbindlich beraten, bevor sich die Preise weiter verändern.

1. Lagebericht & Infrastruktur

Die Rednitz nimmt sich zwischen Schwabach und Fürth Zeit. Sie fließt durch einen breiten Wiesengrund, der an manchen Stellen mehrere hundert Meter misst, und an dessen westlichem Rand liegt Mühlhof, der südwestlichste Wohnstandort Nürnbergs. Wer vom Ortskern hinunter zum Fluss geht, hat auf der anderen Seite Reichelsdorf vor sich, dahinter die Bahnlinie nach Roth und noch ein Stück weiter den Main-Donau-Kanal. Im Rücken liegt die Südwesttangente mit ihren Gewerbeflächen, und hinter der Tangente beginnt schon der Landkreis Fürth mit Stein und Oberasbach.

Bis zur Gebietsreform 1972 war Mühlhof ein Dorf im Landkreis Schwabach. Man sieht das noch. Der alte Ortskern hat Hofstellen, deren Scheunen längst zu Wohnhäusern umgebaut sind, schmale Gassen, ein Gasthaus und den Blick über die Rednitzwiesen, den kein Neubaugebiet nachliefern kann. Um diesen Kern herum sind seit den 1960er-Jahren Siedlungen mit Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Reihenhäusern gewachsen, in mehreren Wellen bis in die 2000er-Jahre. Mehrfamilienhäuser gibt es wenige. Mühlhof ist ein Stadtteil der Eigentümer, und das prägt den Markt mehr als jede Preisstatistik.

Zur Innenstadt sind es Luftlinie rund acht Kilometer. Den Schienenanschluss hat Mühlhof nicht selbst, sondern der Nachbar Reichelsdorf: Dort hält die S-Bahn S2 auf dem Weg von Roth nach Nürnberg, und vom Bahnhof bis zum Hauptbahnhof dauert die Fahrt etwa eine Viertelstunde. Für die Bewohner der rednitznahen Straßen ist der Bahnhof ein Spaziergang, für den Rest des Stadtteils eine kurze Radfahrt oder eine Busfahrt. Die Buslinien der VAG verbinden Mühlhof mit Eibach, Röthenbach und der U-Bahn. Autofahrer nutzen die Anschlussstelle an der Südwesttangente, die in wenigen Minuten zum Frankenschnellweg führt. Erlangen, Fürth und der Nürnberger Hafen als Arbeitgeberstandorte sind auf diesem Weg gut erreichbar.

Die Nahversorgung deckt den Alltag: Bäcker, Metzger, ein Supermarkt in erreichbarer Nähe, Ärzte in Eibach und Reichelsdorf. Kindergarten und Grundschule sind in wenigen Minuten erreicht, weiterführende Schulen liegen in Stein und Schwabach, beide mit Gymnasium, sowie im Nürnberger Süden. Für den Wochenendeinkauf fährt man nach Eibach oder ins Gewerbegebiet an der Tangente. Das Vereinsleben ist dörflich geblieben, mit Sportverein, Feuerwehr und Kirchweih, und wer neu zuzieht, wird eher früher als später gefragt, ob er nicht mithelfen will.

Landschaftlich lebt Mühlhof vom Rednitzgrund. Die Wiesen sind Überschwemmungsfläche und Naherholungsgebiet zugleich: Radweg nach Fürth und Schwabach, Spazierwege am Ufer, im Sommer Badestellen, im Winter gelegentlich Hochwasser bis an die Gartenzäune der untersten Grundstücke. Beides gehört zur Wahrheit dieses Stadtteils, und beides steht in den Preisen. Die Lage am Wasser ist der wichtigste Werttreiber, das Wasser selbst der wichtigste Risikofaktor. Dazu unten mehr.

Die Bewohner sind im Schnitt etwas älter als in der Gesamtstadt, viele Häuser wurden von den heutigen Bewohnern selbst gebaut oder von den Eltern übernommen. In den letzten Jahren kommen Familien aus Eibach, Röthenbach und der Südstadt, die für ein Haus mit Garten den Weg an den Stadtrand in Kauf nehmen. Der Gutachterausschuss führt Mühlhof als Standardlage, also im Nürnberger Mittelfeld. Für die Lebensqualität ist das eine ziemliche Untertreibung, für den Geldbeutel eine gute Nachricht.

Was das eigene Haus in Mühlhof heute wert ist, lässt sich mit der kostenfreien Online-Wertermittlung von myhome in wenigen Minuten eingrenzen. Für rednitznahe Grundstücke empfiehlt sich anschließend der Blick eines Sachverständigen, der die Hochwassersituation einordnet.

2. Immobilien-Marktdaten 2026

Mühlhof läuft in der Statistik des Gutachterausschusses Nürnberg als Standardlage mit, die Werte entsprechen deshalb dem Stadtdurchschnitt (Bestand, Stand Q1 2026):

SegmentMinimumDurchschnittMaximum
Eigentumswohnungen (EUR/m²)2.9105.1007.213
Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser (EUR/m²)3.2004.2706.800
Bodenrichtwert (EUR/m²)3207202.400
Miete Bestand (EUR/m² und Monat)9,2011,0916,50

Die Häuserspanne von 3.200 bis 6.800 EUR/m² beschreibt in Mühlhof zwei sehr verschiedene Märkte. Am unteren Ende stehen die unsanierten Häuser der 1960er- und 1970er-Jahre: 130 m² Wohnfläche, Ölheizung, Fenster aus den Neunzigern, Energieklasse F. Solche Objekte gehen für 3.300 bis 3.700 EUR/m² über den Tisch, also 430.000 bis 480.000 EUR, und der Käufer weiß, dass er noch einmal 100.000 bis 150.000 EUR in die Hand nehmen muss. Am oberen Ende liegen sanierte Häuser am Rand des Wiesengrunds und die wenigen Neubauten der letzten zehn Jahre, für die 5.500 bis 6.500 EUR/m² gezahlt werden. Der Durchschnitt von 4.270 EUR/m² entspricht einem gepflegten, teilsanierten Haus mittlerer Lage: 130 m² für rund 555.000 EUR.

Doppelhaushälften und Reihenhäuser aus den 1980er- und 1990er-Jahren sind das Segment mit den meisten Verkäufen. Sie liegen typisch bei 4.000 bis 4.800 EUR/m² und werden von Familien gekauft, die aus einer Vier-Zimmer-Wohnung kommen und für 500.000 bis 600.000 EUR ein Haus mit kleinem Garten suchen. Die Vermarktungsdauer ist hier kurz, oft unter zwei Monaten.

Eigentumswohnungen sind in Mühlhof ein Randmarkt. Der Bestand beschränkt sich auf wenige Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen, meist aus den 1970er- bis 1990er-Jahren. Der Stadtdurchschnitt von 5.100 EUR/m² wird dort selten erreicht, realistischer sind 3.600 bis 4.500 EUR/m² für Bestandswohnungen. Eine 70-m²-Wohnung für 252.000 EUR bei 10,00 EUR/m² Miete bringt eine Bruttorendite von 3,3 %. Für eine sanierte Wohnung zum Stadtdurchschnitt von 5.100 EUR/m² und 11,09 EUR/m² Miete bleiben 2,6 %.

Der Bodenrichtwert von 720 EUR/m² ist für Mühlhof ein guter Anhaltspunkt für Wohnbaugrundstücke in normaler Lage. Der Wert von 2.400 EUR/m² am oberen Ende gehört zur Nürnberger Innenstadt und hat mit dem Rednitztal nichts zu tun. Nach oben weichen in Mühlhof die Grundstücke mit freiem Blick über die Wiesen ab, nach unten die Flächen nahe der Tangente und die Bereiche, die im Überschwemmungsgebiet liegen. Grundstücke sind hier großzügiger als in der Gartenstadt oder der Südstadt, 500 bis 800 m² sind üblich. Bei 600 m² und 720 EUR/m² macht der Boden allein 432.000 EUR aus. Der Bodenwertanteil liegt in Mühlhof deshalb oft bei 60 bis 70 % des Gesamtwerts, was bei alten Häusern eine wichtige Konsequenz hat: Das Grundstück ist mehr wert als das Gebäude, und für Bauträger oder Bauherren mit Abrissabsicht spielt die Substanz kaum eine Rolle.

Seit 2020 hat sich Mühlhof im Gleichschritt mit dem Nürnberger Südwesten entwickelt: rund 20 % Anstieg bis Mitte 2022, danach eine Korrektur um 8 bis 12 % bei unsanierten Häusern, seit 2024 stabile bis leicht anziehende Preise. Der Vergleich mit Eibach und Reichelsdorf zeigt, dass Mühlhof leicht günstiger notiert, weil der eigene Bahnhof fehlt. Im Vergleich mit Stein jenseits der Stadtgrenze liegt Mühlhof etwa gleichauf.

3. Wertermittlungs-Aspekte

Freistehende Einfamilienhäuser, wie sie den Mühlhofer Bestand dominieren, werden nach ImmoWertV 2021 im Sachwertverfahren bewertet. Der Gutachter setzt den Bodenwert an, berechnet den Gebäudewert aus den Normalherstellungskosten, zieht die Alterswertminderung ab und passt das Ergebnis mit dem Sachwertfaktor an, den der Gutachterausschuss aus tatsächlichen Verkäufen ableitet. Für Reihenhäuser und Doppelhaushälften greift das Vergleichswertverfahren, weil hier genug ähnliche Verkäufe vorliegen.

Die Restnutzungsdauer ist bei Mühlhofer Häusern der Hebel, an dem sich die Bewertung entscheidet. Ein Haus von 1968 hat bei 80 Jahren Gesamtnutzungsdauer rechnerisch noch 22 Jahre vor sich. Wurden in den letzten 15 Jahren Dach, Heizung, Fenster und Bäder erneuert, verlängert sich die Restnutzungsdauer nach dem Punktemodell der ImmoWertV auf 40 Jahre und mehr, und der Gebäudewert steigt entsprechend. Wer die Belege dafür nicht mehr findet, verschenkt in der Bewertung schnell 30.000 bis 50.000 EUR.

Der zweite große Punkt ist das Wasser. Für Grundstücke am Wiesengrund muss jede Bewertung klären, ob sie im festgesetzten Überschwemmungsgebiet der Rednitz liegen oder in einem Bereich, der bei einem hundertjährlichen Hochwasser betroffen wäre. Der Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete des Freistaats zeigt das parzellengenau. Die Folgen sind konkret: Im festgesetzten Überschwemmungsgebiet gelten Bauverbote und Auflagen für Anbauten, die Elementarschadenversicherung wird teurer oder ist gar nicht zu bekommen, und Banken verlangen Nachweise. Ein Gutachter setzt für betroffene Grundstücke einen Bodenwertabschlag von 10 bis 25 % an, je nach Lage und Häufigkeit der Ereignisse. Wer den Keller seit 1990 dreimal ausgepumpt hat, sollte das nicht verschweigen, sondern zeigen, was seither an Schutz gebaut wurde: Rückstauklappen, Lichtschachtabdeckungen, erhöhte Kellerfenster.

Lärm ist der dritte Faktor, weniger dramatisch als das Wasser, aber messbar. Die Südwesttangente ist eine vierspurige Schnellstraße, und die Häuser in den westlichen Straßenzügen hören sie, vor allem bei Westwind. Der Abschlag gegenüber der ruhigen Ortsmitte liegt bei 5 bis 10 %. Für Grundstücke direkt an gewerblich genutzten Flächen kommt die Frage nach der Nutzung des Nachbargrundstücks dazu, die man am besten mit einem Blick in den Bebauungsplan beantwortet.

Der Energieausweis ist beim typischen Mühlhofer Haus aus den 1960er- bis 1980er-Jahren selten besser als Klasse E. Ölheizungen sind noch verbreitet, und seit die Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz durch ist, fragen Käufer bei jeder Besichtigung zuerst nach dem Heizungsjahr. Eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung im Erdgeschoss und neue Fenster sind heute das, was vor 20 Jahren das neue Bad war: der Unterschied zwischen zügig verkauft und lange inseriert.

Viele Mühlhofer Häuser sind in Massivbauweise aus Ziegel oder Kalksandstein errichtet, was Gutachter bei den Normalherstellungskosten und der Gesamtnutzungsdauer honorieren. Fertighäuser aus den 1970er-Jahren, von denen es einige gibt, werden vorsichtiger bewertet, weil damals verwendete Holzschutzmittel und Asbestplatten bei Sanierungen teuer entsorgt werden müssen.

4. Zukunftsaussichten

Mühlhof wird kein Trendviertel, und das ist seine Stärke. Das Rednitztal ist als Überschwemmungsgebiet und Landschaftsschutzgebiet vor Bebauung sicher, die Tangente begrenzt den Stadtteil im Westen, und dazwischen ist schlicht kein Platz für große Neubaugebiete. Was an Angebot kommt, kommt aus dem Bestand: Häuser, deren Bewohner ins Seniorenheim ziehen oder versterben. Diese Generationenwelle rollt gerade an, viele Häuser der 1960er- und 1970er-Jahre wechseln in den nächsten zehn Jahren den Eigentümer. Das erhöht das Angebot etwas, ohne die Nachfrage zu überfordern.

Auf der Nachfrageseite spricht einiges für den Nürnberger Südwesten. Die Arbeitsplätze im Hafen, an der Tangente und in Fürth und Erlangen sind von hier aus gut zu erreichen. Die S2 ist als Verbindung nach Roth und Schwabach etabliert, und wer die Region kennt, weiß, dass sich der Preisabstand zwischen Nürnberger Randlagen und dem Landkreis Fürth in den letzten Jahren verringert hat. Mühlhof bietet Stadtadresse und Dorfleben zum Preis der Standardlage.

Die myhome-Redaktion erwartet für Mühlhof über die nächsten fünf Jahre einen nominalen Wertzuwachs von 1 bis 2,5 % pro Jahr. Sanierte Häuser in ruhiger Lage entwickeln sich besser, unsanierte Häuser mit alter Heizung werden von Käufern zunehmend zum Grundstückswert gehandelt. Das größte Risiko für einzelne Eigentümer ist nicht der Markt, sondern die nächste Hochwassermarke: Sollte das Überschwemmungsgebiet neu festgesetzt werden, verschiebt sich für die betroffenen Grundstücke der Wert über Nacht.

Wer in Mühlhof verkaufen will, findet unter Immobilie verkaufen den Ablauf vom Unterlagencheck bis zur Übergabe. Die Vermarktung vor Ort übernimmt unser Partner in Nürnberg, der die Rednitzlagen kennt.

Transaktionspraxis in Mühlhof

Verkäufe in Mühlhof beginnen oft im Familienkreis. Das Haus der Eltern wird bewertet, die Geschwister einigen sich oder auch nicht, und erst danach kommt das Objekt auf den Markt. Für diesen Fall lohnt ein Verkehrswertgutachten eines öffentlich bestellten Sachverständigen: 1.500 bis 3.000 EUR, Ortstermin, 40 bis 80 Seiten, gerichtsfest und vom Finanzamt anerkannt. Es beendet Diskussionen, bevor sie beginnen, und liefert die Zahl, die das Finanzamt für die Erbschaftsteuer akzeptiert, wenn der eigene Wert unter dem pauschalen Steuerwert liegt. Wie Erbengemeinschaften eine Immobilie sauber aufteilen, erklärt der Ratgeber Erbschaft.

Zu den Unterlagen, die vor dem Vermarktungsstart bereitliegen sollten, gehören in Mühlhof zwei, die anderswo weniger wichtig sind: der Auszug aus der Hochwassergefahrenkarte und der Bebauungsplan mit der Frage, ob das Grundstück teilbar ist. Bei 700 m² und mehr fragen Kaufinteressenten regelmäßig, ob ein zweites Haus in den Garten passt, und ein Verkäufer, der die Antwort kennt, verhandelt aus einer besseren Position. Dazu kommen Energieausweis, Grundbuchauszug, Baugenehmigungen samt Anbauten und Garagen sowie die Rechnungen der letzten Modernisierungen.

Die Vermarktungsdauer liegt bei marktgerecht bepreisten Häusern bei acht bis vierzehn Wochen, bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften kürzer. Käufer verhandeln in Mühlhof bodenständig: 2 bis 4 % Nachlass sind bei gepflegten Objekten üblich, bei sanierungsbedürftigen Häusern werden die Sanierungskosten offen gegengerechnet. Die Grunderwerbsteuer in Bayern beträgt 3,5 %, bei 555.000 EUR Kaufpreis also 19.425 EUR. Notar und Grundbuchamt kommen mit etwa 1,5 % dazu, sodass Käufer rund 5 % Nebenkosten einplanen müssen, bevor die erste Rechnung für die neue Heizung kommt.

Erstellt von der my-home.de Redaktion - Stand: September 2026.

Mühlhof - Stadtteil-Porträt & Lageeinschätzung

Ganz im Südwesten, wo die Rednitz in weiten Bögen durch die Auen fließt, hat sich Mühlhof seinen dörflichen Kern bewahrt. Einfamilienhäuser der 1960er bis 1990er dominieren, die S-Bahn in Reichelsdorf und die Südwesttangente bringen Pendler schnell in die Stadt.

Was Mühlhof als Wohnlage auszeichnet

  • Rednitztal und Main-Donau-Kanal vor der Tür
  • S-Bahn S2 Reichelsdorf in wenigen Minuten
  • Dorfkern mit Einfamilienhausbestand

Mühlhof wird als Standard-Wohnlage in Nürnberg eingestuft. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Häuser liegen bei rund €4.250, für Eigentumswohnungen bei €5.100 und der durchschnittliche Bodenrichtwert beträgt €700/m². Damit liegt Mühlhof im Bereich dem Durchschnitt von Nürnberg.

Wichtige Fachbegriffe für Immobilienbesitzer in Mühlhof

Wer eine Immobilie in Mühlhof besitzt, verkaufen oder kaufen möchte, sollte die wichtigsten Fachbegriffe der Immobilienwirtschaft kennen. Hier eine Auswahl relevanter Begriffe aus unserem Immobilien-Lexikon mit über 1.000 Einträgen:

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Häufige Fragen zum Immobilienmarkt in Mühlhof

  • Was kostet ein Einfamilienhaus in Mühlhof?
    Bestandshäuser liegen in Mühlhof zwischen 3.200 und 6.800 EUR/m², der Durchschnitt beträgt rund 4.270 EUR/m². Ein Haus mit 130 m² Wohnfläche kostet damit etwa 555.000 EUR. Rednitznahe Lagen mit Blick in den Wiesengrund und sanierte Häuser im alten Dorfkern liegen darüber, Objekte in Hörweite der Südwesttangente darunter. Entscheidend ist der Zustand: Ein unsaniertes Haus der 1960er-Jahre startet bei etwa 3.400 EUR/m².
  • Wie kommt man von Mühlhof in die Nürnberger Innenstadt?
    Über die Rednitz hinüber nach Reichelsdorf, wo die S-Bahn S2 hält und in rund einer Viertelstunde den Hauptbahnhof erreicht. Buslinien binden Mühlhof an das Netz der VAG an. Mit dem Auto führt die Südwesttangente in wenigen Minuten zum Frankenschnellweg und zur A73. Für Berufspendler nach Erlangen oder Fürth ist die Lage im Südwesten günstig.
  • Liegt Mühlhof im Überschwemmungsgebiet der Rednitz?
    Teile der tief gelegenen Grundstücke am Wiesengrund ja, der Ortskern auf der Anhöhe nicht. Ob ein Grundstück betroffen ist, zeigt der Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete des Freistaats Bayern parzellengenau. Für die Bewertung ist das relevant: Ein festgesetztes Überschwemmungsgebiet bringt Bauverbote und höhere Versicherungsprämien mit sich und drückt den Bodenwert um 10 bis 25 %.
  • Welche Bodenrichtwerte gelten in Mühlhof?
    Der Gutachterausschuss Nürnberg weist für das Stadtgebiet Werte von 320 bis 2.400 EUR/m² aus, der Durchschnitt liegt bei 720 EUR/m². Mühlhof bewegt sich als Standardlage um diesen Mittelwert. Rednitznahe Baugrundstücke und der Dorfkern liegen darüber, gewerblich geprägte Flächen an der Tangente deutlich darunter. Für ein 600-m²-Grundstück ergibt sich ein Bodenwert von rund 430.000 EUR.
  • Ist Mühlhof für Kapitalanleger interessant?
    Nur begrenzt. Der Stadtteil ist ein Eigennutzermarkt mit hoher Eigentumsquote und wenigen Mehrfamilienhäusern. Eine sanierte Eigentumswohnung zu 5.100 EUR/m² bringt bei 11,09 EUR/m² Miete eine Bruttorendite von etwa 2,6 %, ältere Bestandswohnungen um 3.600 EUR/m² kommen auf 3,3 %. Wer Rendite sucht, findet in Langwasser oder der Südstadt mehr; wer Werterhalt sucht, ist in Mühlhof richtig.
  • Welches Bewertungsverfahren gilt für ein Haus in Mühlhof?
    Für freistehende Einfamilienhäuser das Sachwertverfahren: Bodenwert nach Bodenrichtwert plus Gebäudewert aus Herstellungskosten, Alter und Restnutzungsdauer, angepasst mit dem Sachwertfaktor des Gutachterausschusses. Für Doppelhaushälften und Reihenhäuser der 1970er- bis 1990er-Jahre gibt es genug Verkäufe, um das Vergleichswertverfahren anzuwenden. Vermietete Objekte werden nach dem Ertragswert beurteilt. Bei rednitznahen Grundstücken prüft der Gutachter zusätzlich die Hochwasserlage und setzt gegebenenfalls einen Bodenwertabschlag an.

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