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Parkettboden gilt in der Immobilienwirtschaft als werthaltiger Bodenbelag, der bei Käufern und Mietern hoch angesehen ist und den Verkehrswert einer Wohnung oder eines Hauses positiv beeinflusst. Qualitätsparkett aus Massivholz oder Mehrschichtparkett zeichnet sich durch Langlebigkeit, Renovierbarkeit und zeitlose Optik aus. Im Gegensatz zu Teppich oder Laminat kann Echtholzparkett mehrfach abgeschliffen und neu versiegelt werden und erreicht damit Nutzungsdauern von 50 Jahren und mehr.
Massivparkett (15-22 mm Dicke) bietet die größte Renovierungsreserve und gilt als hochwertigste Variante. Mehrschichtparkett (Fertigparkett) mit echter Holzdeckschicht ab 3 mm ist ebenfalls mehrfach schleifbar und günstiger in der Anschaffung. Laminatböden werden häufig fälschlich als „Parkett” bezeichnet, sind aber nicht aus Echtholz und nach einmaligem Verschleiß nicht renovierbar. Bei einer Immobilienbewertung oder Besichtigung unterscheiden erfahrene Gutachter und Interessenten klar zwischen diesen Varianten.
Ein besonders hoher Wertanteil kommt historischem Parkett in Nürnberger Altbauten zu: Original erhaltener Fischgrät-Eichenparkett aus der Gründerzeit oder Dielenböden aus der Nachkriegszeit sind bei Kaufinteressenten begehrter als moderner Neubelag. Der Grund liegt in der Einzigartigkeit: Dieser Bestand kann nicht nachgekauft werden, und er ist - fachgerecht aufbereitet - ein emotionales Alleinstellungsmerkmal der Immobilie.
Studien und Markterfahrungen zeigen, dass Wohnungen mit hochwertigem Parkett schneller vermietet werden und höhere Quadratmeterpreise erzielen als vergleichbare Einheiten mit Laminat oder Teppich. Als Faustregel gilt: Frisch saniertes oder gepflegtes Parkett kann den erzielbaren Mietpreis um 1-3 €/m² und den Verkaufspreis um mehrere Prozentpunkte gegenüber einem Objekt mit einfachem Bodenbelag erhöhen. Entscheidend ist dabei der Pflegezustand - stumpfes, verkratztes Parkett schmälert den Eindruck und sollte vor der Vermarktung aufbereitet werden.
Bei Neuvermietungen in gehobenen Lagen ist Parkett häufig ein Entscheidungskriterium: Kaufinteressenten und Mieter, die sich für Wohnungen über 15 Euro/m² interessieren, erwarten in der Regel hochwertige Bodenbeläge. Laminat wirkt in diesem Preissegment wie ein Widerspruch zur übrigen Ausstattungsqualität und kann Preisverhandlungen nachteilig beeinflussen.
Abschleifen und Neu-Versiegeln von Parkettböden kostet je nach Fläche und Zustand zwischen 15 € und 35 € pro Quadratmeter und ist eine der renditestarken Maßnahmen vor einem Verkauf. Kleinere Kratzer und Druckstellen lassen sich mit Parkettöl oder -wachs kaschieren. Wichtig: Vor der Sanierung den Zustand der Dielen prüfen - Feuchteschäden, Hohlräume oder Risse an der Tragschicht können aufwändigere Arbeiten erfordern.
In Altbauten findet sich gelegentlich Parkett, das durch zu viele Schleifvorgänge bereits sehr dünn ist. In diesem Fall ist eine professionelle Beurteilung durch einen Parkettleger erforderlich, ob ein weiteres Abschleifen noch möglich ist oder ob ein Neubelag wirtschaftlicher wäre. Wir empfehlen, diese Einschätzung vor dem Verkauf einzuholen - ein Gutachter, der beim Kauf einen bereits erschöpften Parkettbestand entdeckt, wird diesen als Mangel werten.
In Nürnberger Altbauwohnungen - etwa in der Südstadt, in St. Johannis oder in Gostenhof - finden sich oft original Dielenböden aus Fichtenholz oder Eichenparkett aus den 1920er bis 1960er Jahren. Dieser Bestand ist bei Kaufinteressenten besonders beliebt und kann nach fachgerechter Aufbereitung ein zentrales Verkaufsargument sein. Wir empfehlen Eigentümern, den Parkettboden vor dem Verkauf professionell beurteilen zu lassen und ihn bei gutem Zustand aktiv im Exposé hervorzuheben.
Darüber hinaus lohnt es sich, bei Sanierungsmaßnahmen vor dem Verkauf gezielt in den Bodenbelag zu investieren: In vielen Fällen amortisiert sich die Investition in eine Parkettsanierung vollständig durch den höheren Verkaufserlös - und das oft im Verhältnis von 1:3 oder besser.
In den meisten Fällen ja. Die Investition von 15-35 €/m² ist überschaubar und verbessert den ersten Eindruck bei Besichtigungen erheblich. Ein frisch aufbereiteter Parkettboden signalisiert Pflege und Qualität - was Kaufpreisverhandlungen zu Ihren Gunsten beeinflusst.
Massivparkett fühlt sich warm an, zeigt natürliche Holzmaserung und hat sichtbare Fugen zwischen den Dielen. Laminat hat eine glattere, gleichmäßigere Oberfläche und klingt beim Klopfen hohl. Im Zweifelsfall hilft ein Blick auf die Stirnseite einer Diele oder an die Wand, wo der Übergang sichtbar ist.
Holzböden haben eine natürliche Wärmedämm-Eigenschaft und wirken auch bei niedrigeren Raumtemperaturen warm. Bei Fußbodenheizung ist nicht jedes Parkett geeignet - hier ist auf entsprechende Herstellerfreigaben zu achten, da Massivholz bei Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit arbeitet.
Mehrschichtparkett (Fertigparkett) mit dünner Holzdeckschicht und formstabilem Trägermaterial ist für Fußbodenheizung deutlich besser geeignet als Massivparkett. Manche Massivparkettarten (z. B. Eiche in kurzen Formaten) sind ebenfalls freigegeben, erfordern aber besonders stabile Klimabedingungen im Raum. Die Herstellerfreigabe sollte immer schriftlich vorliegen.
Im Exposé sollte Parkett nicht pauschal als „Holzböden” beschrieben werden, sondern mit konkreten Angaben: Holzart (Eiche, Buche, Wenge), Verlegemuster (Fischgrät, Schiffsboden, Landhausdiele), Zustand (frisch geschliffen, gepflegt, Gebrauchsspuren) und Alter. Diese Detailangaben wecken bei Kaufinteressenten deutlich mehr Vertrauen als allgemeine Formulierungen. Besonders historisches Fischgrät-Eichenparkett oder originale Dielen aus der Gründerzeit sollten mit ihrer Einzigartigkeit hervorgehoben werden - der Hinweis „original Parkett aus den 1920er Jahren, fachgerecht aufbereitet” spricht kaufkräftige Interessenten direkt an. In der Metropolregion Nürnberg, wo Altbauwohnungen in Gostenhof, St. Johannis oder der Südstadt zunehmend von einem gut verdienenden, qualitätsbewussten Käuferpublikum nachgefragt werden, ist der Bodenbelag oft ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal gegenüber vergleichbaren Objekten mit Laminat oder Teppich. Wir empfehlen, für die Exposéfotos den Parkettboden gesondert zu inszenieren - frisch gereinigt, im richtigen Licht und aus einem Winkel, der die Maserung und das Muster betont.
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Immobilienfachleute · Nürnberg · Aktualisiert 2026
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