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Parkettboden ist ein Bodenbelag aus Echtholz, der in Wohnimmobilien seit Jahrhunderten als besonders hochwertig und dauerhaft gilt. Er besteht aus verleimten oder gestifteten Holzelementen, die zu einem Muster - etwa Fischgrät, Würfelmuster oder Schiffsboden - zusammengesetzt werden. Im Immobilienbereich beeinflusst Parkett nicht nur die Wohnatmosphäre, sondern auch den Verkehrs- und Mietwert einer Immobilie positiv.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Massivparkett, Mehrschichtparkett (Fertigparkett) und Mosaikparkett. Massivparkett (15-22 mm Dicke) besteht aus einem einzigen Holzstück und kann mehrfach abgeschliffen werden. Mehrschichtparkett hat eine Nutzschicht aus Echtholz auf einem Trägermaterial, ist formstabiler bei Feuchtigkeitsschwankungen und für Fußbodenheizung geeignet. Mosaikparkett (8-10 mm) wird häufig in Altbauten angetroffen und eignet sich ebenfalls für Renovierungsmaßnahmen. Laminat wird umgangssprachlich oft als Parkett bezeichnet, ist aber kein Echtholzprodukt.
In der Immobilienvermarktung ist die korrekte Bezeichnung wichtig: Wer in einem Exposé „Parkettboden” schreibt und damit Laminat meint, riskiert Beschwerden von Käufern und kann im schlimmsten Fall Ansprüche wegen arglistiger Täuschung auslösen. Wir achten bei der Erstellung unserer Exposés stets auf eine präzise Beschreibung des Bodenbelags.
Das Verlegemuster beeinflusst die Wahrnehmung eines Raumes erheblich. Der klassische Fischgrät (Herringbone) wirkt elegant und verlängert optisch schmale Räume; der englische Verband (Schiffsboden) strahlt Modernität aus; das Würfelmuster ist historisch und repräsentativ. In denkmalgeschützten Altbauten ist die Rekonstruktion des Originalmusters oft bauordnungsrechtlich vorgeschrieben. In Nürnberger Gründerzeitbauten finden sich häufig Eichenstabparkett oder Kieferndielen aus der Bauzeit.
Das Verlegemuster hat auch Einfluss auf den Aufwand bei Renovierungsmaßnahmen: Ein schlichter Landhausdielen-Verband lässt sich einfacher abschleifen und reparieren als ein komplexes Fischgrätmuster mit engen Winkeln. Bei historischem Parkett in gemusterten Varianten ist zudem Fachkenntnis gefragt, um die Originalstruktur bei der Sanierung zu erhalten.
Gepflegter Parkettboden hält bei regelmäßiger Pflege 50 Jahre und länger. Grundvoraussetzung ist die richtige Oberflächenbehandlung: geölt, gewachst oder versiegelt. Versiegeltes Parkett ist pflegeleichter, geöltes Parkett entwickelt eine tiefere Patina. Abschleifen und Neubeschichten kostet je nach Fläche 15-35 €/m² und ist eine lohnende Investition vor dem Verkauf oder der Neuvermietung einer Wohnung.
Die häufigsten Fehler bei der Parkettpflege: zu viel Wasser beim Wischen (führt zu Quellen und Verformung), falsche Reinigungsmittel (beschädigen die Oberfläche) und das Verschieben von Möbeln ohne Filzgleiter (zieht tiefe Kratzer). Diese Schäden sind oft dauerhafter als sie zunächst erscheinen und können den Schleifaufwand bei der Renovierung erheblich erhöhen.
Altbauimmobilien in Nürnberger Stadtteilen wie der Südstadt, Gostenhof oder St. Johannis verfügen oft über original erhaltenen Dielenboden oder Mosaikparkett. Wir empfehlen, diesen Bestand vor dem Verkauf fachgerecht aufbereiten zu lassen - er ist bei Kaufinteressenten sehr beliebt und kann den erzielbaren Preis spürbar steigern. Bei modernen Neubauten setzen wir in unseren Exposés gezielt auf hochwertiges Parkett als verkaufsförderndes Ausstattungsmerkmal.
Wer vor dem Verkauf nicht in eine vollständige Parkettsanierung investieren möchte, sollte zumindest eine professionelle Reinigung und Auffrischung durchführen lassen. In vielen Fällen reicht eine Ölpflege oder Wachsbehandlung, um ein mattes, stumpfes Parkett wieder ansehnlich zu machen - zu einem Bruchteil der Kosten einer vollständigen Sanierung.
Eiche ist die meistverwendete und robusteste Holzart für Wohnräume - hart, formstabil und zeitlos schön. Nuss, Kirsche und Ahorn bieten elegantere Optik bei etwas geringerer Härte. Weiche Hölzer wie Kiefer oder Fichte sind günstiger und historisch verbreitet, nehmen aber Druckstellen leichter an.
Standard-Parkettböden sind für Küchen und Bäder nur bedingt geeignet, da Echtholz auf Feuchtigkeitsschwankungen reagiert. Speziell behandelte Parkettarten oder wasserabweisende Oberflächen erlauben jedoch den Einsatz in Küchen. In Nassbereichen (Dusche, Badewanne) ist Parkett grundsätzlich nicht empfehlenswert.
Die Kosten variieren stark: Einfaches Fertigparkett inkl. Verlegung liegt bei 40-70 €/m², hochwertiges Massivparkett in gehobenem Muster kann 100-200 €/m² und mehr kosten. Für Altbauten kommen ggf. Untergrundarbeiten hinzu, die die Kosten erhöhen.
Ja, wenn das Parkett für Fußbodenheizung freigegeben ist. Grundsätzlich eignet sich Mehrschichtparkett besser als Massivparkett, da es stabiler auf Temperaturschwankungen reagiert. Die maximale Vorlauftemperatur der Heizung sollte 45 °C nicht überschreiten; die Oberflächentemperatur sollte 27 °C nicht übersteigen. Die Herstellerfreigabe ist zwingend einzuhalten.
In der Immobilienvermarktung ist hochwertiger Parkettboden eines der überzeugendsten Ausstattungsmerkmale - nicht nur im Luxussegment, sondern auch in der gehobenen Mittelklasse. Käufer reagieren auf Echtholzböden intuitiv positiv: Die Haptik, der Klang beim Betreten und die optische Tiefe eines geölten oder gewachsten Eichenparketts erzeugen ein Qualitätsgefühl, das kein anderer Bodenbelag in diesem Maß vermittelt.
In Nürnberger Gründerzeitbauten und Altbauten mit originalem Dielenboden empfehlen wir, diesen Zustand aktiv in der Exposégestaltung hervorzuheben. Viele Käufer sind bereit, für erhaltene historische Substanz einen Aufpreis zu zahlen - vorausgesetzt, der Boden ist fachgerecht aufbereitet und gepflegt. Eine professionelle Holzreinigung und Auffrischung vor dem Verkauf kostet einen Bruchteil einer Neusanierung und kann den erzielbaren Preis um ein Mehrfaches der Investition steigern.
Ein häufig unterschätzter Aspekt bei Parkettböden - besonders in Mehrfamilienhäusern - ist der Trittschallschutz. Parkettböden übertragen Gehgeräusche stärker als weichere Bodenbeläge wie Teppich; ohne geeignete Trittschalldämmung unter dem Parkett kann dies zu Konflikten mit den Nachbarn führen und in der WEG zu Rechtsstreitigkeiten eskalieren.
Bei Renovierungen sollte daher immer eine dem Stand der Technik entsprechende Trittschalldämmung eingebaut werden. Die DIN 4109 gibt Mindestwerte für den Trittschallschutz vor; in hochwertigen Neubauten werden diese Werte in der Regel deutlich übererfüllt. Wer beim Kauf einer Eigentumswohnung mit Parkettboden den Schallschutz beurteilen möchte, sollte im Rahmen der Besichtigung auch einen Test zu verschiedenen Tageszeiten durchführen - nachmittags beim Nachbar wenig Betrieb, abends mitunter deutliche Unterschiede.
Angesichts steigender Nachfrage nach nachhaltig hergestellten Baumaterialien spielen Holzherkunft und Zertifizierung bei Parkettböden eine wachsende Rolle. Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft - ausgewiesen durch FSC- oder PEFC-Zertifikate - garantiert, dass das Rohmaterial aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Für Käufer mit Nachhaltigkeitsanspruch ist dieser Nachweis ein entscheidendes Kriterium und sollte bei Neuverlegungen in der Dokumentation festgehalten werden.
Regional produziertes Holz - etwa Eiche aus fränkischen oder bayerischen Forstwirtschaftsbetrieben - hat zudem den Vorteil kürzerer Transportwege und einer besonders guten klimatischen Eignung für den regionalen Einsatz. Handwerksbetriebe in der Metropolregion Nürnberg haben langjährige Erfahrung mit regionales Eichenmassivparkett und können fachgerecht verlegen und verarbeiten.
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Immobilienfachleute · Nürnberg · Aktualisiert 2026
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