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KfW-Darlehen sind zinsvergünstigte Förderkredite der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die privaten Haushalten, Unternehmen und Kommunen für Investitionen in Energieeffizienz, Neubau, Ersterwerb und Modernisierung von Immobilien zur Verfügung gestellt werden. Sie werden nicht direkt von der KfW ausgereicht, sondern über Hausbanken vermittelt, die die Anträge prüfen und weiterleiten. KfW-Darlehen zeichnen sich durch niedrige Zinsen, tilgungsfreie Anlaufjahre und oft kombinierbare Tilgungszuschüsse aus.
KfW 297/298 - Klimafreundlicher Neubau: Förderung für Neubauten, die bestimmte Energieeffizienzstandards (EH 40) erfüllen und einen niedrigen CO₂-Ausstoß aufweisen. Kombinierbar mit BAFA-Einzelmaßnahmenförderung. KfW 261 - Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Sanierungsfinanzierung für bestehende Wohngebäude zur Verbesserung der Energieeffizienz, mit Tilgungszuschüssen von bis zu 20 %. KfW 124 - Wohngebäude Kredit: Finanzierung des Kaufs oder Baus von selbst genutztem Wohneigentum bis 100.000 € pro Wohneinheit. Dieser Grundbaustein der Eigenheimfinanzierung bietet günstige Festzinsen. KfW 159 - Altersgerecht Umbauen: Förderung barrierefreier Umbauten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
KfW-Darlehen werden ausschließlich über Kreditinstitute beantragt. Der Weg: Eigentümer oder Käufer sprechen ihre Hausbank oder einen Finanzierungsberater an, die den KfW-Antrag stellen. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme (Vertragsunterzeichnung oder Baubeginn) gestellt werden - rückwirkende Förderung ist nicht möglich. Für energetische Sanierungen ist in vielen Programmen die Einschaltung eines zugelassenen Energieeffizienz-Experten (iSFP-Berater) Pflicht.
Der konkrete Zinsvorteil eines KfW-Darlehens gegenüber einem normalen Bankdarlehen schwankt mit dem Marktzinsniveau. Im aktuellen Zinsumfeld (2025) liegen KfW-Zinsen je nach Programm und Laufzeit typischerweise 0,3-0,8 Prozentpunkte unter dem Marktniveau. Bei einem KfW-Darlehen von 100.000 € bedeutet das eine Ersparnis von ca. 300-800 € jährlich an Zinsaufwand.
Besonders attraktiv sind die Tilgungszuschüsse bei energetischen Sanierungen: Beim KfW-Programm 261 erhalten Eigentümer je nach erreichter Effizienzhaus-Stufe einen Zuschuss von 5-20 % der förderfähigen Kosten, der direkt vom Kreditbetrag abgezogen wird. Bei einer Sanierung mit Fördersumme von 100.000 € und einem Tilgungszuschuss von 15 % müssen also effektiv nur 85.000 € zurückgezahlt werden - ein echter Geschenk-Anteil, der nicht verzinst wird.
Dazu kommen tilgungsfreie Anlaufjahre (typisch 1-5 Jahre), in denen nur Zinsen gezahlt werden, was die Liquidität in der Sanierungsphase schont.
KfW-Darlehen lassen sich in vielen Fällen mit Fördermitteln des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), der bayerischen LfA Förderbank und kommunalen Förderprogrammen kombinieren. Die Kumulation ist jedoch begrenzt: Geförderte Kosten dürfen nicht doppelt bezuschusst werden. Ein erfahrener Energieberater oder Finanzierungsberater kennt die aktuellen Kombinationsmöglichkeiten und hilft, das optimale Förder-Mix zusammenzustellen.
Die Stadt Nürnberg bietet über das städtische Energiereferat eigene Beratungsangebote und Förderprogramme an, die sich mit KfW-Mitteln kombinieren lassen. Das erhöht die Gesamtfördersumme für Sanierungsvorhaben spürbar.
Nürnberger und fränkische Eigentümer profitieren von einem dichten Netz an Banken und Energieberatern, die KfW-Anträge routinemäßig bearbeiten. Wir empfehlen: Sprechen Sie KfW-Fördermöglichkeiten immer zu Beginn einer Sanierungsplanung oder eines Kaufprozesses an - nicht erst nach Vertragsabschluss. Besonders lohnenswert ist die KfW-Förderung für Bestandssanierungen in der Region, wo der Altbauanteil hoch ist und häufig erhebliches Energieeinsparpotenzial besteht.
Für Kapitalanleger in Nürnberg ist der KfW 261 besonders interessant: Er kann auch für vermietete Immobilien beantragt werden und verbessert durch den Tilgungszuschuss direkt die Rendite des Sanierungsprojekts. Eine energetisch sanierte Wohnung in Nürnberg erzielt erfahrungsgemäß höhere Mieten und ist leichter vermietbar als unsanierter Bestand. Wir bei my-home.de verweisen Sie gerne an zertifizierte Energieberater und Finanzierungspartner in Nürnberg und Franken.
Ja. In der Regel wird ein KfW-Darlehen als Bestandteil einer Gesamtfinanzierung eingesetzt, die aus mehreren Bausteinen besteht (Eigenkapital, Hausbank-Darlehen, KfW-Kredit). Die Hausbank integriert den KfW-Anteil in die Gesamtfinanzierungsprüfung.
In diesem Fall kann die KfW den Tilgungszuschuss zurückfordern oder das Darlehen zu Marktkonditionen umstellen. Wer beispielsweise einen bestimmten Energieeffizienzstandard nicht erreicht, muss dies in der Regel durch einen Sachverständigennachweis belegen - und im Fehlerfall Rückforderungen einkalkulieren.
Bei den meisten Wohngebäude-Programmen (z. B. KfW 124, KfW 261) gibt es keine Einkommensgrenze. Ausnahmen gelten für bestimmte Förderprogramme, die auf Haushalte mit niedrigem Einkommen abzielen (z. B. KfW 300 - Wohneigentum für Familien), wo Einkommensgrenzen gelten.
Nach Einreichung aller Unterlagen bei der Hausbank dauert die Bearbeitung in der Regel 2-6 Wochen, abhängig von der Auslastung der Hausbank und der Vollständigkeit der Unterlagen. Die Hausbank leitet den Antrag dann an die KfW weiter. Für komplexe Sanierungen mit Energieeffizienz-Experten-Gutachten kann die Vorlaufzeit länger sein. Planen Sie daher genügend Zeit vor Baubeginn ein, da der Antrag vor dem ersten Spatenstich oder der ersten Beauftragung von Handwerkern gestellt sein muss.
Ja. Das KfW-Programm 124 (Wohngebäude Kredit) steht Käufern selbstgenutzter Wohnimmobilien zur Verfügung und kann als ergänzende Finanzierungskomponente neben einem Bankdarlehen eingesetzt werden. Das Programm 300 (Wohneigentum für Familien) richtet sich an Familien mit Kindern mit mittlerem Einkommen und bietet besonders günstige Konditionen. Wichtig: Auch beim Kauf gilt das Gebot der Antragstellung vor dem Kaufvertrag - wer bereits unterschrieben hat, kann keinen KfW-Kredit mehr für diesen Erwerb beantragen. Wir empfehlen Kaufinteressenten in Nürnberg, bereits beim ersten Finanzierungsgespräch mit der Bank alle KfW-Optionen abzufragen und in die Gesamtfinanzierungsstruktur zu integrieren.
Beim Kauf einer Bestandsimmobilie, die energetisch sanierungsbedürftig ist, lassen sich KfW-Fördermittel für die anschließende Sanierung bereits bei der Kauffinanzierung miteinplanen. Die Strategie: Zunächst Kaufpreis über Bankdarlehen finanzieren, dann die geplante Sanierungsfinanzierung per KfW 261 in die Gesamtfinanzierung integrieren. Der Tilgungszuschuss aus dem KfW-Programm verbessert dabei die Wirtschaftlichkeit der Gesamtinvestition. In Nürnberg und der Metropolregion, wo der Altbaubestand hoch ist, ist diese kombinierte Strategie aus Kauf- und Sanierungsfinanzierung häufig die wirtschaftlichste Lösung. Das Netz an zertifizierten Energieberatern in Nürnberg, Fürth und Erlangen ist dicht - Warte zeiten auf Beratungstermine halten sich in der Regel in Grenzen.
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Immobilienfachleute · Nürnberg · Aktualisiert 2026
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